Winzige Strukturen, große Fragen: Wie beeinflussen molekulare Strukturen in unserem Genom das Altern? Was können wir lernen, wenn wir Biologie auf der Nanoskala betrachten? Und wie finden solche Entdeckungen schließlich ihren Weg aus dem Labor in reale Anwendungen?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines speziellen NanoPrecMed-Programms auf der 13. TERMIS Winterschool. Vaclav Brázda (TU Brno) führte in die faszinierende Welt der G-Quadruplex-Motive ein – DNA-Strukturen, die möglicherweise als molekulare Lesezeichen in unserem Genom fungieren – und berichtete von seiner Suche nach Hinweisen auf die außergewöhnliche Langlebigkeit des Grönlandhais. Jaroslaw Jacak (FH Oberösterreich) nahm das Publikum anschließend mit in die Welt der Nanostruktur-Bildgebung. Mithilfe der Rasterkraftmikroskopie visualisiert er Nanostrukturen und untersucht die Eigenschaften extrazellulärer Vesikel sowie deren Aufnahme durch Zellen. Den Bogen spannte schließlich Johannes Grillari (LBI Trauma), der extrazelluläre Vesikel mit der Biologie des Alterns und der Langlebigkeit verknüpfte und zeigte, wie diese winzigen Botenstoffe genutzt werden könnten, um gezielt bestimmte Zell- und Gewebetypen anzusprechen.
Mit Blick über das Labor hinaus brachte die Session „From Innovation to Implementation“ zwei strategische Partner von NanoPrecMed zusammen – TAmiRNA sowie LBI NVPM an der Paris Lodron Universität Salzburg -, um zu diskutieren, wie medizinische Innovationen den Weg in reale Anwendungen finden.
Gemeinsam verkörpern diese Beiträge die Mission von NanoPrecMed: führende Forschungseinrichtungen aus Österreich und Tschechien zu vernetzen, um wissenschaftliche Erkenntnisse voranzutreiben und die Entwicklung einer innovativen Nanomedizin-Industrie in unseren Regionen zu fördern.



