Das neue Jahr startet gut: Mit einer Veröffentlichung im renommierten Fachjournal „Genomics“ geht die erste direkte Zusammenarbeit zweier NanoPrecMed-Partnerinstitutionen in Druck. Forscher:innen der Brno University of Technology und des LBI Trauma untersuchten gemeinsam die Verteilung und potenzielle regulatorische Rolle von G-Quadruplexen (G4s) im Genom von Sus scrofa – auch bekannt als Wildschwein.
G-Quadruplexe sind spezielle DNA-Strukturen, die an der Genregulation beteiligt sein können. Sie wirken wie kleine Lesezeichen inmitten von Abertausenden von Basenpaaren auf unserer DNA. Während sie im menschlichen Genom intensiv erforscht sind, gibt es bisher kaum systematische Daten zur Rolle dieser Strukturen im Schwein, welches ein zunehmend wichtiger Modellorganismus in der Translationsmedizin ist. Die vorliegende Studie liefert eine umfassende bioinformatische Analyse und weist auf eine auffällige Häufung von G4s in bestimmten funktionellen Bereichen des Genoms hin.
Entstanden ist die Forschung in enger Kooperation zwischen der TU Brno und dem LBI Trauma. Sie vereint in silico-Analysen mit molekularbiologischem Kontext und ist Frucht der interdisziplinären Expertise im NanoPrecMed-Konsortium. Die Autor:innen sehen ihre Ergebnisse als Grundlage für weiterführende Arbeiten – etwa zur Rolle von G4s bei zellulärer Kommunikation oder im Kontext extrazellulärer Vesikel, welche allesamt präsente Themen im Konsortium sind.
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